Was  können  wir  als  verantwortlich eingebundener Akteur sinnvollerweise machen?

Wir müssen mit möglichst vielen Beteiligten ins Gespräch kommen und gleichzeitig die Kommunikation untereinander aktivieren.  Wir suchen den Dialog zu dieser Thematik und wollen Motor dieses Dialogprozesses sein.

Wir agieren auf Basis der Richtlinie des Netzwerk Schimmel – empfohlen vom Bundesverband öffentlich bestellter und vereidigter sowie qualifizierter Sachverständiger – und der Richtlinie VdS 3151 des Verbandes der Sachversicherer.

Der Umgang mit Schimmelpilzen in Gebäuden ist bis heute nicht eindeutig geregelt. Die Höhe von Grenzwerten, die Nachweise von Wirkungszusammenhängen und „die richtige Vorgehensweise“ sind immer noch Gegenstand alltäglicher Diskussionen. Die im Schadenprozess involvierten Personen lassen auf Grund unterschiedlicher Zielsetzungen und Sichtweisen eine fast unbegrenzte Zahl von Erwartungen entstehen.

Probleme bei der Nutzung von Gebäuden offenbaren sich oftmals erst im Nachhinein. Wer weiß denn heute schon genau, was in seinem oft mehrere Hunderttausende Euro teuren Gebäude im Einzelnen verbaut wurde? Gleichzeitig müssen von vielen Nutzern in Vergessenheit geratene Kenntnisse über physikalische und konstruktive Grundkenntnisse (z. B. richtiges Heizen und Lüften) oft mühsam neu erlernt werden.

Wir investieren viel Geld in neue Fenster und dämmen unseren Dachstuhl. Doch die Freude über eingesparte Energieaufwendungen weicht der erschreckenden Erkenntnis, nun verstärkt Probleme mit Schimmelpilzen zu bekommen, die wiederum nur mit hohem Aufwand bewältigt werden können. Die zusätzlich angebrachte Fassadendämmung bringt auf einmal Probleme mit Algen auf der Fassadenoberfläche zu Tage. Das Ergebnis: endlose Diskussionen über das Maß und die Art der erforderlichen Sanierungsmaßnahmen.